rockin’ and rollin’ Band 1: keep rockin’ jetzt erschienen!

»Keep rockin’« befasst sich schwerpunktmäßig mit der Rockabilly Musik der 80er Jahren. Ich bin 1981 mit vierzehn Jahren zu der Szene dazugestoßen und seit dem mit Herz und Seele dem Rockabilly verfallen. Bands und Musiker wie »Blue Cats«, »Restless«, »Polecats«, »Stray Cats« und »Dave Phillips«, um nur einige wenige zu nennen, schwappten zu der Zeit aus England herüber und sorgten mit dem »Neo-Rockabilly« eine ganz neue Stilrichtung des Rockabilly. Ihre Musik entfachte einen neuen musikalischen Aufbruch und Revivalstimmung für den Rockabilly, welcher bis dahin hauptsächlich durch Authentik-Rockabilly und Teddyboy Musik geprägt wurde. Hier in diesem Buch möchte ich euch anhand von Interviews einige dieser Bands näher vorstellen und das Ganze wird noch mit begleiteten Artikeln, Interviews und einer Kurzgeschichte von Daniel Wegehaupt abgerundet.

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Im Gespräch mit Michael Niehage – »The Unleashed – Das Rock’n’Roll Magazin«

Das »Unleashed Magazin« ist mittlerweile eine feste Institution in der Rock’n’Roll Szene und hat sich mit seinen abwechslungsreichen und informativen Artikeln und Interviews etabliert. Grund genug einmal Michael Niehage – den Kopf des »Unleashed« auf die andere Seite der Interviewcouch zu holen und ihm ein paar Fragen zu ihm, »Unleashed« und dem Event »Doo Wop im Norden« zu stellen.

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»Yeehaaw Scrapbook« – ein SzeneMagazin auf neuen Wegen!

Die Idee »köchelte« schon recht lange in mir. In den 80ern bekam ich einige Ausgaben des legendären »KICKS Magazine« des vor kurzem verstorbenen Billy Miller (Norton Recors) in die Hand, dann das »Rock’n’Roll Musik Magazin«, das »Rockin‹ Fifties« und das »Dynamite«. Aber ich wollte etwas anders machen als alle anderen: den Fokus auf 50er Jahre und Rock’n’Roll/ Rockabilly, ausgefallene Technik von damals, eben das, was andere Magazine nicht machten und vor allem UNTERHALTEND und locker geschrieben.

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Vom Petticoat zu James Dean (Claudia Plachetka)

Ich schaue in den Spiegel und fühle mich wohl. Selten tue ich das, doch wenn ich dieses Spiegelbild sehe, gefalle ich mir. Die Hose sitzt perfekt, das Hemd ist leider ein wenig zu groß, was aber weiter nicht schlimm ist. Die Lederjacke lässt meine Schultern größer aussehen und meine kurzen, braunen Haare habe ich perfekt gestylt. Nun sitzen sie fast genauso wie bei meinem Vorbild James Dean. Noch sind sie ein wenig kurz, aber in zwei Wochen haben sie die perfekte Länge.
      „Andrea, das Essen ist fertig!“, schreit meine Mutter nach oben. Ich erschrecke mich und werfe die Lederjacke sofort auf mein Bett. Schnell ziehe ich mir die Hose und das Hemd aus. Auch diese landen auf meinem Bett. Ich überdecke den Kleiderhaufen mit der Bettdecke. Als ich mich im Spiegel sehe kommen mir wieder Tränen in die Augen. Nur bekleidet in Unterwäsche kann ich mich einfach nicht im Spiegel betrachten. Die Kurven, die schmale

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Elvis’ Guitar (Anna Noah)

Im neu eröffneten Rock-and-Roll-Schuppen war es laut und stickig. Armin hatte André zu einem Fass-Tisch vor einer schrecklich grünen Ornamenttapete geführt. Über ihnen an der Wand hing die Gitarre des Kings, die dem Laden seinen Namen gab: Elvis’ Guitar.
      „Ist die echt?“ André konnte es nicht glauben. „Wie kommt ein Clubbesitzer zu so einem Schatz?“
      Armin grinste. „Vielleicht aus dem Hard-Rock-Cafe geklaut. Das gute Stück hat sogar ein Autogramm versteckt. Warte mal …“ Er ging näher heran und leuchtete mit der Handylampe den Bundstab entlang. „Hier!“
      André schaute ihm über die Schulter. Winzig klein, in der Nähe des Stegs schien mit Schwarz etwas hingekrakelt zu sein. Das hätte alles heißen können. Außerdem würde man doch so einen Schatz vor Betrunkenen schützen … Ungläubig stellte er seine Spezi auf dem Tisch ab. André fand die Musik, die gespielt wurde als eingefleischter Rock-and-Roll-Fan super, aber diese ganzen Rockabillymädchen verwirrten ihn. Manche waren extrem kräftig gebaut, dann trugen noch einige davon Petticoat-Kleider … die wirkten aufgeplustert wie Zirkushühner. Wenig besser sahen die Frauen im Grease-Style aus. Coole Lederjacken, doch dazu fettig glänzende Haare. Wenn John Travolta das sehen könnte, er würde wahrscheinlich heulen. Andrés Laune fiel zusehends auf Kellerniveau.

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Der coole Typ (Marianne Labisch)

Ada Hofmann half ihren beiden Enkelkindern Lisa und Marie bei den Vorbereitungen zur Oldie Fete. Die beiden wollten die Zeit des Rock ‘n’ Roll wiederaufleben lassen und freuten sich diebisch, eine Zeitzeugin zu haben, die dafür sorgte, dass alles stilecht wurde. Die Kleider samt Petticoat warteten darauf, durch die Luft gewirbelt zu werden. Ein uralter Schallplattenspieler war von Martin, dem Vater der Mädchen, ihrem Schwiegersohn, aufgetrieben und repariert worden. Zu Lisas sechzehnten Geburtstag hatte Martin das Vereinsheim der Fußballer gemietet, wo bis nach Mitternacht gefeiert werden durfte. Jeder der Gäste war angewiesen worden, im 50er-Jahre Outfit zu erscheinen.

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Der wahre Johnny (Enzo Asui)

»Nimm den Müll mit.«
      Arni wollte aufbrausen, unterließ es aber angesichts des monotonen Tonfalls seiner Mutter. Ihre Alles-Egal-Stimmung vermieste jeden Spaß am Widerspruch. Die, die niemals lacht, hatte Johnny sie einmal genannt. Dem Krieg konnte sie nicht verzeihen, dass er seinen Vater in seinen blutigen Rachen gesogen hatte. Den Russen auch nicht. Dem Führer schon.
      Widerwillig ergriff Arni die nach Nikotin und benutzten Kondomen stinkende Plastiktüte und warf sie beim Hinausgehen in die Blechtonne neben der Treppe, die in ihre muffige Eineinhalb-Zimmer-Bleibe im Souterrain führte. Befreit atmete er durch, als er den Bürgersteig betrat.
      Die Hände in den Taschen humpelte Arni die Fuhle entlang. Hüte tragende Spießer mit Anzug und Aktentasche ignorierten bettelnde Kriegsversehrte auf dem Trottoir. Als ob sich diese Stadt nicht zwischen Elend und Wirtschaftswunder entscheiden konnte. Dazwischen hastende Frauen mit quengelnden Kindern an der Hand. Arni hielt nicht viel von Frömmigkeit und mied die Kirche wie der Teufel das Weihwasser, aber die verbreiteten Hektik, die hatten die Bedeutung eines Sonntags überhaupt nicht kapiert.

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Buch: Rock’n’Roll Fieber (Autor: Randy Richter)

Rock’n’Roll Fieber war der Titel seines ersten Songs, den er im Alter von 15 Jahren schrieb. Randy besaß noch nicht einmal eine Gitarre, versuchte aber der Konzertgitarre von seinem Kumpel Wassilly Melodien zu entlocken, wann immer er ihn besuchte. Da er damals besser Russisch als Englisch sprach, verfasste er den Text in seiner Muttersprache.

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