»Rockabilly Artworks« – Mehr als nur ein normales T-Shirt

Kontakt:
Rockabilly Artworks
Müggendahlweg 7
21394 Westergellersen
eMail: kontakt(at)rockabilly-artworks.de
im Internet: Rockabilly Artworks
bei Facebook: Rockabilly Artworks

Es ist gar nicht so einfach zwischen dem Angebot der Großen wie »Rumble 59« oder »King Kerosin« zu bestehen, ohne dabei in der Masse unterzugehen oder seine Individualisierung zu verlieren. »Rockabilly Artworks« gelinkt diese Gradwanderung sehr gut. Die Mischung aus limitierten Produkten, sehr guter Qualität, hohen Eigenanspruch, schöner Präsentation und sehr viel Herzblut haben dafür gesorgt, dass es eine richtige Fangemeinde um die Produkte von »Rockabilly Artworks« gibt.

»Rockabilly Artworks« aus Westergellersen, bei Lüneburg ist ein über viele Jahre gewachsenes Konstrukt, das inzwischen als Art & Apparel Company bezeichnet wird. Mit an Board ist neben Kopf und Illustrator Till Bleifuß auch seine Frau Marie, die in der Tattoo Szene unter dem Namen Rock’a’Bambi schon länger als Fotografin bekannt ist. Heute bieten die beiden ihren Kunden neben den Dienstleistungen in Sachen Illustration, Design und Fotografie auch eine Linie mit limitierten und sehr hochwertigen Produkten mit ihren Designs und Fotos an. Vielen bekannt sein dürften die Limited Collection T-Shirts von denen es immer nur garantierte und nummerierte 100 Stück gibt.
Gequält von Tills schwerer Autoimmunerkrankung versuchen die beiden immer nach dem Leitsatz Individualität, Qualität und Fairness zu arbeiten und möglichst immer das Optimum für die Kunden, die sich als Custom Szene, also als Hot Rodder, Biker, Tätowierte und Rock’n’Roller zusammenfassen lassen, rauszuholen.
Auch in diesem Jahr werden die beiden wieder auf vielen entsprechenden Events mit ihrem Rat Railer zu finden sein und sich über einen Besuch und Plausch mit euch freuen.

Interview

Es ist gar nicht so einfach zwischen dem Angebot der Großen wie »Rumble 59« oder »King Kerosin« zu bestehen, ohne dabei in der Masse unterzugehen oder seine Individualisierung zu verlieren. »Rockabilly Artworks« gelinkt diese Gradwanderung sehr gut. Die Mischung aus limitierten Produkten, sehr guter Qualität, hohen Eigenanspruch, schöner Präsentation und sehr viel Herzblut haben dafür gesorgt, dass es eine richtige Fangemeinde um die Produkte von »Rockabilly Artworks« gibt. Nicht zu unrecht, denn die Erzeugnisse aus deren Produktionsreihe sind durch ihr Design, Qualität und den Ideen von Till Bleifuß, dem Künstler, Kopf und Herz hinter »Rockabilly Artworks« in der Tat alles andere als Massenprodukte. Die Liebe an der Sache, Details und Umsetzung sprechen für sich. Grund genug Till Bleifuß ein paar Fragen zu »Rockabilly Artworks«, dem Konzept und seinen Produkten zu stellen.

rockin and rollin: Till, bitte stelle dich und »Rockabilly Artworks« einmal kurz vor!

Till: Wir beschreiben unser kleines Familienunternehmen als Art & Apparel Company. Meine Frau Marie mit ihrer Fotografie, ich mit meinen Illustrationen und wir gemeinsam mit hochwertigen und limitierten Produkten, die wir aus unserer Kunst machen. Wir sitzen in einem kleinen Dorf im Nord-Westen der Lüneburger Heide in Sprungweite nach Hamburg und frönen der Unkonventionalität. Unser Anspruch ist nicht weniger als ein Maximum an Individualität, Qualität und Fairness. Unsere Produkte und Dienstleistungen richten sich an Rockabillys, Biker, Hot Rodder, Tattoo- und Vintageenthusiasten sowohl gewerblich, als auch Privat.

rockin and rollin: Wie entstand die Idee sich mit eigenen Designs für T-Shirts, Hoddies und mehr selbständig zu machen?

Till: Als ich noch zur Schule gegangen bin, war es mein Hobby Bandlogos und Konzertplakate zu zeichnen. Im Gleichklang von Freunden und Leuten die sich eigentlich nur über mich lustig machen wollten, bekam ich, mit ca. 17 Jahren, den Spitznamen Rockabilly Artworks verpasst - klar bei Tolle, Kotletten und Hemd mit Leokragen eigentlich nicht verwunderlich. Ich hab den Namen zu meinem Markenzeichen gemacht und meine Tätigkeit ausgebaut. Viele fanden meine Arbeiten gut und haben mich darum gebeten Shirts zu produzieren. Dem musste ich irgendwann nachgeben und habe zunächst eine Auswahl an passablen Shirts angeboten, die auf Bestellung produziert wurden. Zwischen 2013 und 2015 lag ich dann mit einer schweren Erkrankung fast permanent im Bett und hatte viel Zeit zum Denken. Niemand konnte mir sagen ob und wann es sich bessern würde. Ich habe zu diesem Zeitpunkt entschieden nie wieder etwas für Geld zu tun, hinter dem ich nicht 100% stehe oder was mich nicht glücklich macht. Da bleibt einem dann nur die Selbständigkeit.

rockin and rollin: Von der Idee bis zur Umsetzung ist der Weg gar nicht so einfach, welche Probleme musstest du bewältigen um dein Ziel zu erreichen?

Till: Ich bin 2015 mit einer solchen Energie durchgestartet, dass ich jede Hürde übersprungen habe. Ich bin praktisch ohne Kapital, aber mit einer ungeheuren Unterstützung, von Familie, Freunden und Kunden gestartet und es hat praktisch auf Anhieb funktioniert. Die richtigen Partner für meine Produkte zu finden hat dann zwar etwas gedauert, aber die vielen Testprodukte die im Müll gelandet sind, haben sich offensichtlich gelohnt. Das einzige, was wirklich ein Hindernis war und ist, bleibt meine Gesundheit. Ich gehe damit offen um und kann so die Probleme in beherrschbaren Grenzen halten.

rockin and rollin: Du legst persönlich einen hohen Wert auf gute Qualität, Limitierung und der Umsetzung im eigenen Land bei deinen Produkte. Warum?

Till: Die Antwort ist leicht. Wie schon gesagt, ich habe mich entschieden meinen Namen nur noch auf hundertprozentiges zu Schreiben. Und wenn es Dinge gab, die ich bei gängigen Produkten gehasst habe, dann dass sie schon nach wenigen Wäschen eingelaufen waren, oder sich Drucke aufgelöst hatten. Außerdem mochte ich es nie auf ein Konzert zu gehen und 5-10 Leute zu treffen, die schlicht dasselbe Shirt anhatten. Das wollte ich für meine Produkte unbedingt vermeiden. 100 Stück pro Design ist denke ich ein guter Kompromiss. Eine möglichst lokale Produktion ist dabei einfach sehr praktisch. Im Gegensatz zu der gängigen Massenware produziert für Centbeträge in Fernost, muss ich an meine Zulieferer den selben Maßstab anlegen, wie an uns selbst und nur so kann ich meine Zulieferer direkt kontaktieren, wenn ich Ideen oder Probleme habe.

rockin and rollin: Wie entsteht ein neues Produkt. Woher kommt die Idee und wie setzt du es dann um?

Till: Ich habe früher ein gezeichnetes Tagebuch geführt. Diese Fähigkeit nutze ich heute um eine komplexe Kurzgeschichte, in einer zusammenhängenden Illustration zu erzählen. Hinter jeder Illustration, die ich für Rockabilly Artworks erstelle, steckt eine Geschichte, ein Erlebnis, eine Person, ein Film oder ein Song. Die Ideen stammen aus meinem Leben. Ich höre Musik, schaue Filme, treffe Menschen, fahre Motorrad und habe Spaß am Leben. Es lohnt sich daher auch meine Designs länger zu betrachten, es steckt sicher so einiges drin, was du noch nicht entdeckt hast.

rockin and rollin: Entgegen aller großen Szene-Klamottenlabel ist dein Anspruch unter anderen die unmittelbare Nähe an dem Kunden zu erreichen. Wie erreichst du dieses, setzt es um und lässt es in deine Produkte mit einfließen?

Till: Da ist nichts aufgesetztes oder erzwungenes, ich habe den Anspruch aus der Szene für die Szene zu arbeiten und dementsprechend fühle ich mich sehr verbunden. Es ist daher auch kein Anspruch, sondern eher gleichermaßen ein Wunsch, wie auch eine Notwendigkeit. Kalt gesagt, herrscht eine Symbiose zwischen mir und meinen Kunden, ich gebe ihnen die Shirts, die sie immer wollten und sie mir dafür die Inspiration, aus der ich die Shirts schaffe. In der Realität sieht es aber eher so aus, dass wir einfach, bei unseren Hobbys Musik, Autos, Motorrädern und Co. eine Menge Spaß und kühle Getränke haben und hinterher ein neues Rockabilly Artworks Produkt entsteht.

rockin and rollin: Neben den T-Shirts ist deine Produktpalette natürlich sehr umfangreicher. Was deckst du sonst noch, neben Kleidung, ab?

Till: Wir sind immer auf der Suche nach coolen Produkten, die unseren zugegebenermaßen hohen, Ansprüchen genügen, die wir mit unseren Kunstwerken versehen können. Aktuell sind das vor allem Aufnäher, Aufkleber, Poster, Leinwände, Postkarten und Co.

Rockin and rollin: Dein ganz persönliches Lieblingsprojekt aus deinen Produkten, und warum?

Till: Ich bin Künstler und daher kann es hier nur eine Antwort geben. Das nächste! Ich hänge immer an dem Werk, an dem ich zurzeit arbeite – so freue ich mich gerade auf die Ride Hard ÖR Stay Home Shirts die Anfang Februar an die Vorbesteller ausgeliefert werden. Ich muss aber zugeben, dank der aktuellen Temperaturen, weiß ich unsere kuscheligen Zipper gerade auch sehr zu schätzen.

rockin and rollin: Till, besonders deine äußerst professionelle Umsetzung der Produktvorstellung sind schon sehr gelungen. Wie sehr ist dir die Optik, im Gegensatz zu vielen anderen aus dem Bereich, so wichtig. Worauf achtest du bei der Umsetzung und wie kam es zu dieser Art von Präsentation?

Till: Rockabilly Artworks stellt besondere Ansprüche an seine Produkte, diese Besonderheit muss durch unsere Präsentation, insbesondere durch Produkt- und Werbefotos transportiert werden. Welcher Kunde hat schon Lust sich lange Texte durchzulesen? Ich bin froh, diesen Bereich komplett meiner Frau Marie (Rock’a’Bambi) überlassen zu können. Sie hat schon seit vielen Jahren Erfahrungen im Bereich von Produkt- und Werbefotografie sammeln können und erledigt den Job zu meiner vollsten Zufriedenheit und versieht so auch unsere Bilder mit unserer ganz persönlichen Handschrift.

rockin and rollin: Till, was verbindest du persönlich mit Rock’n’Roll und Rockabilly?

Till: Diese Frage ist interessant, da wir nicht selten „beschuldigt“ werden, keine echten Rockabillys zu sein. Stimmt! Unsere Rockabilly-Stoßzeit liegt einige Jahre zurück, und auch wenn wir heute noch viele Freunde in der Rockabillyszene haben, wir gerne auf Konzerte gehen, in unserer Wohnung viele alte Möbel stehen, ich Tolle trage und wir es im Firmennamen tragen, ist Rockabilly für mich heute in erster Linie Musik, die ich liebe – wie viele andere Gitarrenmusik auch. Das Schubladendenken haben wir unlängst abgelegt. Rock’n’Roll ist, ab von der Musik, wie ich das Leben meiner Familie beschreibe. Wir richten uns nicht nach dem was irgendwer anderes tut oder denkt, sondern ziehen immer unser eigenes Ding durch, was häufig, teilweise auch in der Szene, auf verdutzte Blicke stößt - aber so what, wir sind halt so. Marie, Hank Marten und ich haben gemeinsame Hobbys und verbringen lieber gemeinsame Zeit, anstatt unnötig irgendwelche Nachbarn zu beeindrucken. Ergebnis: mein Sohn steht auf Hot Rods, Rockmusik und Totenschädel, anstatt auf Pokemons, Justin Bieber und Dinosaurier wie andere 6-Jährige – find’ ich jetzt nicht so schlimm.

rockin and rollin: Deine Gedanken, Pläne und Ziele für 2017?

Till: In erster Linie die selbe Richtung wie bisher. Viele Designs, viele Leute und viele Biere. Ich hoffe, dass es die Gesundheit erlaubt, möglichst viele Events zu besuchen. Aber im Detail bleibt das abzuwarten, denn eine Sache steht, wir machen worauf wir Bock haben und als Künstler kommt man schon mal spontan auf Ideen!

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