auf ein Bier mit den Panhandle Alks

Die 80er waren nicht nur die Zeit des Neo-Rockabilly, nein auch der deutschsprachige Rockabilly begann seinen großen Erfolgszug. Bands wie »Rockabilly Mafia«, »Mess of Booze«, »Ol’Rockin Bordsteinkloppers«,»Heavy Teddys« und »Badland Slingers« begeisterten die Szene im ganzen Land. Auch ich war damals ein ganz großer Fan des deutschsprachigen Rockabilly und bin es bis heute geblieben. Umso mehr freue ich mich dieses Mal mit »Isi« von den »Panhandle Alks« geplauscht zu haben und ihm ein paar Fragen zu der Entstehung der »Alks« und ihrer kommenden neuen Veröffentlichung stellen zu dürfen.

Panhandle Alks

Panhandle Alks:
Isi - Gesang, Gitarre
Schotti - Schlagzeug
Ingo - Solo Gitarre
Fritz - Bass
Plattenfirma: Weser Label
Booking: https://www.facebook.com/PanhandleAlks/
Weitere Infos:
- Facebook: Panhandle Alks
- Webseite: Panhandle Alks

Panhandle Alks - die Story

Texas hatte zu dieser Zeit die harten Gelagejahre 80/81 noch nicht ganz verdaut, und an vielen Ecken des Rinderstaates brodelte es noch. Wie immer und überall wo es Gelage gab, brachte diese Zeit auch Spekulanten und absolut üble Milchtrinker hervor. Wie gesagt, es war eine harte Zeit!
Die kleinen Ranchos hatten es nicht einfach.
Immer wieder versuchten Ölkonzerne wie Ewing Oil und Schokoladenfabriken wie (Zensiert) sich im Lonestar State breit zu machen. Immer mehr Rancher gaben auf, weil die Übermacht zu groß war. Die Texas Ranger ballten die Fäuste und bissen die Zähen zusammen, weil sie sahen, dass sie der verzweifelten Lage nicht Herr werden konnten!
Zu dieser Zeit wo in Texas die Not am Größten war, in China der berühmte Sack Reis umfiel und in Europa gerade die Invasion von der Wega stattfand, ereignete sich in einem kleinen verschlafenen Nest im Big Billys Bourbon County/Panhandle ein Drame dessen Folgen auf Dauer nicht abzusehen waren. Fünf raue Cowboys auf sehr runden Schuhen und Augen in Öl konnten diesen Zustand nicht mehr aushalten:
- Sie schnallten ihre Holster um -
- lockerten die darinsteckenden Kannen -
- schnappten sich Instrumente -
und übten für den letzten großen Show Down, der alles entscheiden sollte.
Tage, Wochen und Monate vergingen bis sie sich stark genug fühlten ihr Vorhaben durchzuführen. Ihre letzten Zweifel an ihrem Auftrag wurde beseitigt als die Kunde umging, dass Ewing Oil sich auf Southfork festgesetzt hatten und John-Boy Walton beabsichtige Schriftsteller zu werden.
Doch die Panhandle Alks (so nannten sie sich jetzt) wussten nicht das Texas sich während der Zeit ihres Übens verändert hatte. Die Bevölkerung hatte sich mit den herrschenden Umständen abgefunden und wollte endlich ihre Ruhe haben.
So kam es, dass das Show Down im Keim erstickt wurde - sie waren jetzt Outlaws, einsame Wölfe!
In ohnmächtiger Wut und blinden Zorn fassten sie den Entschluss auszuwandern. Sie packten ihre sieben Sachen und siedelten nach Good Old Germany, nach Düsseldorf um, wo sie sich dann auf den härtesten Trail begaben der jemals geritten wurde: Auf’m Alk-A-Billy-Trail!
Nachtrag:
Was aus Texas wurde? Das kann man jeden Dienstag im TV sehen. Was aus den Alks wurde? Der Torfalk und der Riesenalk sind ausgestorben. Die Panhandle Alks reiten ihren Alk-A-Billy Trail härter als je zuvor.

Quelle: LP Alk-A-Billy Trail

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Interview:

rockin and rollin: Isi, danke erst einmal für das Interview. Mittlerweile gibt es die »Panhandle Alks«, mit kleiner Unterbrechung, seit 36 Jahren und wurde 1981 von dir und George Benten gegründet. Wie kam die Idee zu den Alks und wie hat sich dann die damalige Band zusammengefunden?

Isi: Die Idee kam eigentlich an einem der vielen Abende in der Altstadt im Ratinger Hof oder in der Uel. Mit einer gewissen Menge an Altbier kommen einem schon viele komische Ideen, in diesem Fall halt die Gründung einer Rockabilly Band (lach).

rockin and rollin: Kleine Zwischenfrage, vor den Alks warst du zusammen mit Campino und Claus Fabian Gründungsmitglied der Punkband »ZK«, in der du bis zu ihrer Auflösung 1981 Bass gespielt hattest. Von Punk zum Rockabilly ist schon ein Schritt, woher kam deine Begeisterung zum Rockabilly und der Entschluss, auch in dieser Musikrichtung aktiv zu werden?

Isi: Tjaaa, wie kommt man vom Punk Rock zum Rock´n´Roll? Ich könnte ja die Story vom einsamen Heimweg und dem Lichtstrahl der Erleuchtung erzählen. Ist aber schon zu abgedroschen. Nee, ich denke mal, da war die Szene hier in Düsseldorf mit Schuld. Anders als in den anderen Städten hingen hier die ganzen Teds (damals waren es ja alle Teds), Punks, Skins usw. in der Düsseldorfer Altstadt zusammen rum. Ich weiß auch nicht mehr so genau, wie ich in den Rock´n´Roll reingerutscht bin. War halt cooler. Als Punk war ich ja nicht so ein überzeugter Weltverbesserer oder Protestler, das lief eher so über die Fun-Schiene. Auf einmal hatte ich halt Fett inne Haare, hörte Rockabilly und hing mit den Teds ab. Allerdings war ich dann zu dieser Zeit noch bei »ZK« und hatte da noch die Möglichkeit meine ersten eigenen Rockabilly Songs rauszuhauen. War schon kurios und einzigartig: die einzige Punkband mit einem Ted! Aber so war es hier in Düsseldorf.

rockin and rollin: Euer erster Auftritt fand auf der Abschlussfeier des 1981er-Abiturjahrgangs des Lessing-Gymnasiums in Düsseldorf statt. Damals hattet ihr euch noch »Tex und die Panhandle Alks«, danach kam der Name »Rebel Riders«, bis ihr dann schließlich am Ende zu dem Namen »Panhandle Alks« kamt. Eine Findungsphase, oder wie kam es zu dem Wechsel des Namens?

Isi: Och, das ist schnell erzählt. In der Altstadt, mal wieder. (lach) Tex war mein Kontrabass und wir waren die »Panhandle Alks«. Zu unserem zweiten Auftritt im „Dallas Inn“ schlug uns Walter (der Besitzer) vor, einen, sagen wir mal, kommerzielleren Namen zuzulegen. Das ging auch ein paar Auftritte gut. Aber da wir dann auch Songs mit deutschen Texten machten, sind wir dann letztendlich zu den Alks zurückgekehrt und dabei geblieben. Vielleicht wären wir ja unter »Rebel Riders« Millionäre geworden (lach).

rockin and rollin: Wenn ich so rechne, 1981 gegründet und im gleichen Jahr schon bei der Abiturabschlussfeier den ersten Auftritt, da blieb nicht viel Vorbereitungszeit. Wie habt ihr das geschafft und woraus bestand inhaltlich euer aller erstes Set?

Isi: Tja, was soll ich sagen? Als zwanzigjähriger kann man Energie freisetzen. Wir wollten auf die Bühne und haben ordentlich Gas gegeben. Man hätte die Songs bestimmt besser spielen können hätten wir uns mehr Zeit gelassen. Aber das war uns egal. Ach was hatten wir da noch gespielt? Rockabilly Standards, wie »Tongue Tied Jill«, »Bop-a-Lena« usw.

rockin and rollin: Kannst du dich noch an das Gefühl erinnern, damals das erste Mal vor Publikum zu spielen? Und wenn ja, wie war es?

Isi: Boaah, das erste Mal vor Publikum. Das war ja mit »ZK«. Ich glaube, trotz Bier doch ein bisken nervös. Aber schön mit dem Rücken zum Publikum, nicht bewegen und nur auf den Bass starren. (Lach)

rockin and rollin: Was war damals der Ausschlag gewesen musikalisch etwas ganz anderes zu machen, sofort rein mit eigenen Songs und Sound durchzustarten und dann noch mit deutschen Texten?

Isi: Punk war halt nicht mehr mein Ding und als Rockabilly strebt man ja nicht unbedingt danach Punk zu spielen. Das Ding mit den deutschen Texten hab ich noch von »ZK« mitgenommen. Wir sind hier nun mal in Deutschland und diese Sprache versteht hier jeder. Außerdem waren die Englischkenntnisse nicht so berauschend, das man da hätte sinnvolle Texte draus schustern können.

rockin and rollin: Isi, was sagst du zu folgenden Satz über die Panhandle Alks, über den ich bei Wikipedia gestolpert bin? »Sie gelten als die Gründungsväter des Rockabillys aus Deutschland, der bis dahin nach dem großen Revival der 1970er Jahre von meist britischen Bands wie Matchbox, Rock Island Line oder Crazy Cavan gespielt wurde«.

Isi: Das halte ich eher für ein Gerücht. Würde da stehen: des deutschsprachigen Rockabillys, wäre das schon zutreffender. So einen großen Schuh wollen wir uns dann doch nicht anziehen. Was den Rockabilly aus Deutschland angeht, waren wir mit Sicherheit nicht die Ersten.

rockin and rollin: 1987 habt ihr euch dann aufgelöst. Ich glaube 1992/93 sind die Panhandle Alks wieder auferstanden, habt noch einmal richtig neu gestartet und seid seit dem wieder auf den Bühnen Deutschlands zu Hause. Wie kam es zu der Neugründung und der neuen Bandformation?

Isi: 1992 rief Ralf Frakowiak vom Rockabilly Allnighter aus Bielefeld bei mir an und überredete mich die Alks nochmal zusammen zu trommeln. Allerdings hatten Kai und Ron nicht mehr so die rechte Lust. Also übernahm dann Rene´ den Bass und der Zufall wollte es das Schotti von den »Lennerockers« grad nach Düsseldorf gezogen ist.

rockin and rollin: Es wird gesagt, deutschsprachiger Rockabilly ist eine musikalische Herausforderung, denn vom Text schreiben her in Verbindung mit der Harmonie der Musik nicht so einfach umzusetzen, entsprechend wenige deutschsprachige Rockabilly-Bands gibt es. Wie siehst du das?

Isi: Wer sagt denn sowas? Die einzige Herausforderung war es die deutsche Sprache in dieser Musikrichtung populär zu machen. Man muss bedenken, in den 50ern war diese Sprache halt normal, Ted Herold, Peter Kraus usw. Aber Englisch wurde dann mit der Zeit immer populärer, auch wenn man nicht verstand, was da überhaupt gesungen wurde. Man hätte über einen Kübel voll Kacke ein langsames Stück schreiben können und die Pärchen hatten drauf geschwoft und hätten sich abgeknutscht. (lach) In den Anfang Achtzigern war deutsch für diese Art von Musik halt ungewohnt. Man versteht, was da gesungen wird. Ich muss auch ehrlich gestehen, bei uns hat es auch etwas länger gedauert, bis wir uns an gefühlvolle Songs gewagt haben, die wir dann auch Live spielen. Aber es geht und es ist kein Hexenwerk. Man muss halt ein wenig offener sein. Ein gutes Lied ist nicht unbedingt von der Sprache abhängig.

rockin and rollin: Rockabilly mit deutschen Texten ist für mich in den 80er bis heute ein Bereich der mich damals mit geprägt und den ich liebe, Text die man mitsingen konnte, Partylaune, man war ein Teil davon und konnte sich damit identifizieren. Es ging um Frauen, Alkohol und das Lebensgefühl, doch es geht auch anders, wie z.B. die »Rockabilly Mafia« und auch ihr zeigt – Texte die Geschichten erzählen, inhaltlich tiefer gehen, Lebensmomente, Gedanken und Ereignisse darlegen. Nur als Beispiel Lieder wie »Einsam«, »Alte Freunde« oder der »Revolvermann«. Gerade diese Bandbreite, von Songs die einfach nur den Spaß als Mittelpunkt haben bis zu mehrteiligen Geschichten wie »Revolvermann« machen für mich das Besondere bei einer Band aus. Wie wichtig ist euch diese Mischung und Entwicklung und woher nehmt ihre eure Inspirationen zu euren Liedern?

Isi: Die besten Geschichten schreibt das Leben, ist halt so. Die meisten Lieder von uns sind so entstanden. Erlebnisse, die wir hatten, hatten in ähnlicher Art auch andere. Man kann sich halt mit den Liedern identifizieren. Ich persönlich finde es auch sehr wichtig. Ich denke mal, dass die Leute die dann diese Lieder hören, merken, dass sie nicht allein sind was gewisse Themen betrifft. Du hast es angesprochen: »Alte Freunde«. Das beste Beispiel. Die Szene hat in den letzten Jahren viele Freunde verloren, die uns lieb und teuer waren und noch sind. Es war uns halt ein Bedürfnis an diese zu erinnern.
Aber halt auch die anderen Themen. Wer feiert nicht gerne, findet es schön verliebt zu sein oder meckert gerne über Alltagsprobleme. Und manchmal darf der Text auch Sinn frei und blödsinnig sein. Der Revolvermann übrigens, zumindest der erste Teil, ist auch aus einem Erlebnis erstanden.

rockin and rollin: In den letzten Jahren war es aber dann doch wieder ein wenig ruhiger bei euch geworden, das letzte Album »Alk-a-Billy lebt noch immer« ist sechs Jahre her, eure Webseite auch ein wenig eingestaubt, aber wie ich hörte ändert sich gerade alles, ihr seit derzeit fleißig am wirbeln und arbeitet z.B. an eurem neuen Album. Kannst du uns schon etwas über eure neue Produktion erzählen?

Isi: Na ja, ruhiger geworden? Eigentlich nicht. Die neue CD hat sich durch einige schwerwiegende Gründe verzögert, aber ansonsten läuft alles weiter. Die Alks alken weiter wie bisher (lach). Die neue CD (+ Geheimnis) dürfte sehr interessant werden. Es ist ja auch viel passiert bei uns. 16 Lieder sind in Lauerstellung aufgenommen zu werden.

rockin and rollin: Ihr macht eurer neues Album ja komplett in Eigenregie (ALK RECORDING) und nicht mit einem Label. Wie kam es zu dieser Entscheidung und welche Vor- und Nachteile hat es?

Isi: Nicht ganz komplett in Eigenregie. Erscheinen wird das Projekt wieder bei meinem alten Mit-ZKaner Fabsi auf dem »Weser Label«. Die Aufnahmen und den Mix machen wir dieses Mal allerdings selbst. Bei »Alte Freunde« hat es schon ganz gut gefunzt. Seit Ewigkeiten hat es mich schon gereizt, Homerecordings zu machen. Seit einiger Zeit habe ich mich halt damit beschäftigt und jetzt geht´s. Wir sind selbst verantwortlich für das was wir da fabrizieren und es macht Spaß. Rockabilly ist eine einfache Musik und sie sollte auch relativ einfach klingen. Ich sehe da eigentlich nur Vorteile. Man hat keinen Zeitdruck wie im Studio und es kann einem keiner reinreden, wie es klingen sollte. Ich will da jetzt den Mixer unserer letzten CD keineswegs herabsetzten, aber wenn man es selbst macht und es funzt, ist es halt was anderes. Und Alks Recording steht für diese Aufnahmen.

rockin and rollin: Isi, kannst du uns verraten, was dein persönliches Highlight auf eurer neuen CD ist?

Isi: Oh Mann, da gibt es mehrere. Ein Song ist halt sehr persönlich, einen Song darf ich nicht verraten… die Frage kann ich nicht groß beantworten. Mit anderen Worten: Ich sag nix!
Frag mich nochmal nach Erscheinen (lach)

rockin and rollin: Gibt es schon eine Deadline und du kannst schon sagen, wann die CD erscheinen wird?

Isi: Ziel ist Februar / März 2018

rockin and rollin: Wie entstehen eure Lieder? Hat einer die Idee, stellt sie den anderen vor und gemeinsam erarbeitet ihr einen Song oder gibt es bei euch eine feste Aufgabenteilung?

Isi: Im Moment ist es so, dass Schotti und ich die Songideen anbringen und das endgültige Ergebnis von der gesamten Band erarbeitet wird. Ist einfach effektiver und macht mehr Spaß. Es kommt natürlich auch vor das mal ein komplettes Stück mit kompletten Arrangement angeliefert wird, aber meistens wird mit der ganzen Band dran rumgebastelt. Es kommt dann auch vor, dass am Ende was ganz anderes rauskommt. (lach)

rockin and rollin: Eure Pläne für die Zukunft … geht es erneut auf den Alk-A-Billy Trail?

Isi: Eigentlich haben wir diesen Trail nie verlassen. Wenn du eine Tour meinst, ist im Moment nüscht jeplant. Ansonsten: weiter lecker Bier trinken, weiterhin auf unseren Gigs mit allen bei guter Gesundheit schöne Feste feiern und 2021 eine große Party steigen lassen.

rockin and rollin: Isi, neben Panhandle bist du auch aktuell, zusammen mit Schotti (Panhandle Alks), Schahin (Gringos Fate) und Ele und Teddy (LenneBrothers) in einer anderen Formation vertreten, den »Bouncing Bellybuttons« und ihr habt aktuell eine CD mit Covern zu Johnny Cash, George Jones, Waylon Jennings u.a. herausgebracht. Wie kam es zu dieser Idee und was kannst du uns zu der CD erzählen?

Isi: Bei der Geschichte ist Schotti federführend. Das war übrigens auch so eine Eigenproduktion ohne Studio. Und wie man hört, es klappt. Wieso Schotti das gemacht hat? Frage ihn selbst. Aber ich denke mal, dass er einfach mal ein Cover Album aufnehmen wollte, mit Liedern die er schon immer mal spielen und aufnehmen wollte, wie er sich das vorstellt. Bei den Alks geht´s nicht. Kann ich aber von mir aus nachvollziehen. Live Gigs mit dieser Formation sind in Planung.

rockin and rollin: Wie siehst du die deutsche Rock’n’Roll Szene? Wie sind hier deine persönlichen Erfahrungen? Gibt es aus deiner Sicht Unterschiede zwischen eurer Anfangszeit und heute?

Isi: Hmmm. Ein heikles Thema. Da streiten sich leider mittlerweile die Gemüter innerhalb der ganzen Szene. Aber gut, ab aufs Glatteis. (lach) Dieses Splitting geht mir momentan ganz schön auf den Senkel. Teddy Boys, Rockabillys, Rock´n´Roller, Hep Cats usw. Ist ja o.K. das jeder seinen Weg für sich gefunden hat, spricht ja auch nichts dagegen. Aber dass die Szene dadurch so auseinandergerissen wird, ist schon sträflich. Bei mir ist es so, dass das alles Rock´n´Roll ist, ob es nun halt mal ein wenig in den Swing marschiert oder in Richtung Country. Diese Musik hat so viele gute und abwechslungsreiche Facetten. Auf Kosten der Veranstalter und der Bands wird’s dann leider meistens ausgetragen. Da habe ich noch Zeiten erlebt, wo alle zusammen auf Konzerten waren und man froh war, dass überhaupt mal ne Band gespielt hat. Manche Leute sollten sich da echt mal ´nen Kopp machen…..

rockin and rollin: Was bedeutet »Rock’n’Roll« für dich persönlich?

Isi: Freude am Leben, Gänsehaut, Rhythmus, geile Musik, verliebt sein, Bier, Party, Freundschaft, Trauer, Scharfe Autos, mein Leben, singen aus purer Freude, tanzen,
noch mehr Bier, Konzerte mit Party, noch mehr Gänsehaut……..das kann jetzt noch stundenlang so weitergehen (lach)

rockin and rollin: Die berühmten »last words« einmal für dich an eure Fans!

Isi: Last Words…..Huiiii…
DANKE: für eure Treue – für die schönen Partys, die ohne euch nicht möglich waren – für die Freundschaften, die entstanden sind – für eure Ausdauer, wenn wir mal wieder Pisshackevoll auf der Bühne standen – für die Bekundungen, dass wir euch mit unserer Musik etwas gegeben haben – für das Verständnis, dass wir den/die einen oder anderen nicht wiedererkennen, obwohl wir vor Jahren mal ein Bier zusammen getrunken haben.
Solange das Leben für uns Geschichten bereithält, und wir noch stehen können, machen wir weiter…..

rockin and rollin: Isi, ich danke dir sehr für das Interview!

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