O’Donnell Moonshine – der verrufene Geschmack der alten Zeit

O'Donnell Moonshine
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13347 Berlin
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Internet: www.odonnell.de
Facebook: O'Donnell Moonshine

Moonshine (Schwarzgebrannter) hieß der illegale Alkohol während der amerikanischen Prohibition. Viele Geschichten ranken sich um die Gangster, die Brennereien und die Gesetzlosigkeit jener Zeit. O'Donnell Moonshine lässt diese Zeit wiederaufleben. Nach der Originalmethode hergestellt und in originale "Mason Jars" abgefüllt, eignet sich Moonshine zum Mischen, schmeckt aber auch pur.

In den USA werden schwarzgebrannte Spirituosen als »Moonshine« bezeichnet. Dieser Name stammt aus der Prohibitionszeit (1919-1933), während der die Schwarzbrenner in den ländlichen Gegenden nachts, im »Mondschein«, illegal ihren Alkohol brannten. Dadurch konnten sie ihre versteckten Destillen vor den Prohibitionsagenten verbergen. Der schwarz gebrannte Schnaps wurde dann in Einmachgläser („Mason Jars“) gefüllt und an Schmuggler, die sogenannten »Bootlegger«, weiterverkauft. Die Idee zu den Einmachgläsern war eine reine Vorsichtsmaßnahme, weil man sich durch Flaschenkäufe schnell als Schwarzbrenner verdächtig gemacht hatte.
»O’Donnell Moonshiner« hat das verrufene Getränk von einst wieder zum Leben erweckt. Ihr »Moonshine« wird nach den alten Regeln der Brennkunst und nach amerikanischer Tradition in Deutschland handwerklich produziert und nur mit natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Die originalen Einmachgläser „Mason Jars“, in dem sie ihren »Moonshiner« abfüllen kommen direkt aus den USA.
Während ihres Studiums 2014 haben August Ullrich und Philip Morsink »O’Donnell Moonshine« als Start-up im eigenen Wohnzimmer gegründet. »Es war eine organische Verbindung meiner beiden Lieben – Schnaps und Amerika«, erzählt Philip. Inzwischen hat sich die Arbeit aus der Studentenbude zu einem Unternehmen mit einem 6-köpfigen Team entwickelt und »O’Donnell Moonshine« wird nicht nur an ein paar Freunde verkauft, sondern mittlerweile europaweit vertrieben.
Die Idee hierzu kam August während eines Aufenthalts in den USA. Die spannenden Geschichten des »Moonshines« faszinierten ihn. »In den USA ist dieser allgegenwärtig, nur hier kennt ihn kaum jemand«, behauptet August. Zurück in Deutschland begann die Arbeit, es wurden Rezepte entwickelt und Brennereien gesucht, die Qualität liefern und handwerklich herstellen. Optisch hielten sich August & Philip dabei an die Tradition und füllen nur in originale amerikanische »Mason Jars« ab, die natürlich aus den USA bezogen werden.

SOUTH SIDE O’DONNELL GANG
O’DONNELL GANGNamensgeber für den O'Donnell Moonshine ist Edward „Spike“ O`Donnell, Anführer der South Side O’Donnell Gang, die sich während der Chicago Beer Wars von 1923 blutige Auseinandersetzungen mit ihren Widersachern, der Gang des Mafioso Johnny Torrio lieferten.  Zwei Jahre dauerten die verlustreichen Gefechte, dann übernahm der berühmt-berüchtigte Al Capone das Business der Torrios und damit die Herrschaft über das Alkoholgeschäft. Edward „Spike“ O´Donnell hatte zwar wenig Skrupel, wenn es darum ging, mit anderen Gangstern in Chicago um die Vorherrschaft im Alkohol-Schwarzhandel zu kämpfen, aber er achtete immerhin auf Qualität und hielt sich an deutschstämmige Produzenten.

O'Donnell Moonshine Original

O'Donnell Moonshine Original 38%vol.

Im Fass gereifter Weizenbrand. Unverfälscht mit typischen Weizentönen und Anklängen von Heu und grünem Apfel. Leicht macht sich das Fass bemerkbar, eine dezente Vanillenote ist im Hintergrund zu erkennen. Mit feinen Toffee und Karamellnoten verabschiedet sich O’Donnell Moonshine im Abgang von der Zunge.

erhältlich bei:
Amazon / O'Donnell Shop

O'Donnell Moonshine Bratapfel 20%vol.

Mit natürlichem Apfelsaft, Zimt, Vanille, Zucker und weiteren Zutaten. Ohne künstliche Aromen oder Farbstoffe.

erhältlich bei:
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O'Donnell Moonshine Bitter Rose 25%vol.

Eine Mischung aus Grapefruit, Hagebutte und schwarzem Holunder. Der perfekte Begleiter für den Sommer, nicht zu süß und nicht zu sauer. Ausgewogene Zitrusnoten und der leicht herbe Geschmack lassen die Cocktail-Ideen sprudeln.

erhältlich bei:
Amazon / O'Donnell Shop

O'Donnell Moonshine Harte Nuss

O'Donnell Moonshine Harte Nuss 25%vol.

Die „Harte Nuss“ ist ein Likör mit 25%vol., der nach kerniger Haselnuss und Nougat schmeckt, verfeinert mit cremigem Karamell. Das ist wie Weihnachten im Glas! Und mit der „Harten Nuss“ klappts an den Festtagen auch mit der Verwandtschaft –pur oder versteckt in Milch und Kaffee!

erhältlich bei:
Amazon / O'Donnell Shop

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Interview:

Mittlerweile sind »Moonshiner« auch in Deutschland auf dem Vormarsch und finden ihren Weg immer öfters auf Partys oder als ganz besonderes Highlight oder Mitbringsel für eines schönen Abend unter Freunden. Und das zu recht, denn geschmacklich wie auch von der Aufmachung und der Hintergrundstory sind »Moonshiner« schon etwas ganz Besonderes. Grund genug einmal der Spur eines deutschen »Moonshiners« zu folgen und so haben wir Philip Morsink von »O’Donnell Moonshine« ein paar Fragen zu ihren Unternehmen und ihren Produkten gestellt.

rockin and rollin: Moin Philip, magst du dich und euer Unternehmen »O’Donnell Moonshine« einmal kurz vorstellen?

Philip Morsink: Sehr gerne, ich heiße Philip und bin einer der Gründer von »O’Donnell Moonshine«, wir produzieren und vertreiben Moonshine. Kurz gesagt, Schnaps im Einmachglas!

rockin and rollin: 2014 habt ihr euer Unternehmen als »Start-Up« gegründet, wie kam es zu der Idee und wie lief es an?

Philip Morsink: Mein Kollege August hat durch Zeitungen mitbekommen, dass Moonshine ein großes Comeback in den USA gefeiert hat. Da haben wir uns gedacht, dass das Ganze doch auch in Europa funktionieren könnte.

rockin and rollin: Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, ihr habt euer Team auf sechs Leute aufgestockt und verkauft mittlerweile euren »O’Donnell Moonshine« europaweit. Habt ihr mit dem Erfolg und der Entwicklung gerechnet?

Philip Morsink: Man muss ehrlich sagen, dass wir immer noch eine kleine Firma sind. Wir hätten aber tatsächlich nicht gedacht, dass wir es mit unserem Moonshine überhaupt so weit schaffen!

rockin and rollin: Welche Bedeutung hat »Moonshiner« als Alkohol und unterscheidet ihn zu anderen Alkoholprodukten?

Philip Morsink: Das auffälligste ist natürlich die Abfüllung in Einmachgläser, abgesehen davon kann Moonshine alles sein, da es lediglich ein Begriff für schwarzgebrannten ist. In der Prohibition haben die Bauern alles verarbeitet, was Sie bekommen konnten.
Typisch war Alkohol auf Weizenbasis und Likör, da die Zutaten leicht zu bekommen waren.

rockin and rollin: Schnaps in Einmachgläsern, zusammen mit einer guten Geschichte verpackt, wie es mit der »O’Donnell-Story« ist, ist schon eine klasse Kombination und Marketingidee. Wie seit ihr darauf gekommen?

Philip Morsink: Wir haben natürlich nach einem Link zu Deutschland gesucht, O’Donnell hat damals in Chicago tatsächlich viel mit deutschstämmigen Produzenten gehandelt, da er dort bessere Qualität erhielt. Ein Vorreiter der Globalisierung quasi. Das hat dann einfach gepasst, zusammen mit unseren Rezepten eine super Kombination.

rockin and rollin: Tradition, natürliche Zutaten und altes Brennhandwerk sind euch sehr wichtig. Wie schwer war es dazu die passenden Brennereien zu finden?

Philip Morsink: Am Anfang tatsächlich sehr schwierig, da es zum einen insgesamt sehr wenig Brennereien gibt, die überhaupt Lust auf solche Projekte haben und unsere Kriterien erfüllten.
Und zum anderen ist die Abfüllung des »Mason Jars« auf Grund der großen Öffnung sehr komplex. Wir haben dann Gott sei Dank nach langer Suche eine Brennerei gefunden, die Lust darauf hatte.

rockin and rollin: Für wen ist der »O’Donnell Moonshiner« das richtige Getränk und wie genießt man ihn am besten?

Philip Morsink: Das ist ganz spannend, anfangs dachten wir, O’Donnell wäre ein reines Männer Produkt, haben aber schnell gemerkt, dass auch Frauen auf die Liköre abfahren.
Somit eigentlich jeder, der auf gut schmeckenden qualitativ hochwertigen Alkohol steht.
Am besten pur auf Eis! Natürlich kann man auch mixen, da findet ihr auf unserer Website odonnell.de einige Rezepte!

rockin and rollin: Das A und O bei einem guten »Moonshiner« ist sicherlich die richtige Rezeptur. Wie war euer Weg dahin und mit welchen Schwierigkeiten hattet ihr zu kämpfen?

Philip Morsink: Wir haben wirklich lange rumprobiert und selber viel gemischt und gemixt und einige amerikanische Rezepte angeschaut.
Die größte Schwierigkeit war, dass die Brennerei die Rezepte am Ende auch umsetzen kann. Da gingen dann schon einige Tage ins Land.

rockin and rollin: Neben »Original« gibt es euren »Moonshiner« auch in den Geschmacksrichtungen »Harte Nuss«, »Bratapfel« und »Bitter Rose«. Werden noch weitere Geschmacksrichtungen folgen und wenn ja, kannst du schon etwas verraten?

Philip Morsink: Es könnte gut sein, dass nochmal etwas Stärkeres kommt, mehr sag ich da aber nicht.

rockin and rollin: Wie darf man sich, bei einer neuen Geschmacksrichtung, den Weg von der Idee bis zum Endprodukt vorstellen?

Philip Morsink: Erstmal überlegen wir natürlich, was überhaupt Sinn macht und passt. Ein Einhorn Likör zum Beispiel wäre doch etwas komisch. Danach probieren wir dann verschiedenste Varianten aus, bis wir bei einem Produkt sind, was uns gefällt. Danach kommt dann das Design usw., insgesamt dauert das von der Idee bis zum Produkt schon ca. 3 Monate.

rockin and rollin: In den USA hat der »Moonshiner« schon eine sehr lange Tradition, hier in Deutschland kenne ich es eher noch aus Zeiten meiner Großeltern, wo gerade im ländlichen Bereich, Schnaps zum »Eigenbedarf« hergestellt wurde oder halt aus Skandinavien, wo es bis heute auch gerade im nördlichen Bereich eine gewisse Tradition hat. Werdet ihr rezeptmäßig dem »Moonshiner« aus den USA treu bleiben, oder euch vielleicht zukünftig auch das eine oder andere »fast vergessene« Rezept aus heimischer Region ranwagen?

Philip Morsink: Das kann ich noch nicht sagen, wir haben unsere Rezepte ja jetzt schon etwas an Europa angepasst, da der Moonshine in den USA teilweise wirklich nicht schmeckt.
Es kann gut sein, dass wir demnächst mal ein Rezept einer bestimmten Region aufgreifen, das muss dann aber auch irgendwie reinpassen.

rockin and rollin: Mir ist euer Produkt aufgefallen, als es jemand bei einer Party mitgebracht hatte. Die Neugier allerseits war sogleich da, denn es fiel einfach auf, war was Besonderes. Also perfekte Aufmerksamkeit und rundum große Begeisterung. Habt ihr persönlich ähnliche Reaktionen auf euren »O’Donnell Moonshiner« erlebt?

Philip Morsink: Ja, absolut, wir sind natürlich immer noch ein Nischenprodukt und leben von Mund zu Mund Propaganda. Genau in dieser Funktion fühlen wir uns aber auch wohl. O’Donnell soll was Besonderes sein. Aber tatsächlich sprechen uns oft Leute an, die uns auf ganz ähnliche Weise kennengelernt haben.

rockin and rollin: Was macht euren »O’Donnell Moonshiner« so besonders im Hinblick zu Produkten anderer Hersteller?

Philip Morsink: Zum einen natürlich, dass wir absolut auf Qualität setzen, in erster Linie muss ein Produkt erstmal schmecken, ansonsten kann man es eh vergessen.
Ich denke, vor allem im Likör Segment gibt es wenige frische Brands, da denkt man oft mehr an Oma Produkte. Wir sind da anders und verkaufen guten Geschmack mit einem tollen Design.

rockin and rollin: Wie und wo überall kann man »O’Donnell Moonshiner« kaufen?

Philip Morsink: Online in unserem Shop ist der einfachste Weg (www.odonnell.de), außerdem in unzähligen kleinen Lädchen, vom Tattoo Studio bis zum Weinhändler bis zum Concept Store oder Barbershop.
Gerne nehmen wir auch Hinweise auf Läden entgegen, die uns führen sollten, dann sprechen wir Sie an. Wir wollen allerdings nicht in Edekas oder Rewes präsent sein.

rockin and rollin: Philip, die letzten Worte an all diejenigen die nun auf den »O’Donnell Moonshiner« gehören dir!

Philip Morsink: Ich bedanke mich bei euch allen, die O’Donnell kaufen und mögen!
Wir tun alles, um euch weiterhin fantastischen Moonshine zu liefern!

rockin and rollin: Ich danke dir sehr für das Interview

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