auf ein Bier mit The Slapbacks

The Slapbacks

Schon seit 1995 ist das österreichische Quartett aktiv und hat seitdem unter Anderem fünf Alben veröffentlicht. Mit zwei Gitarren, Kontrabass und Schlagzeug haben sie sich dem puren, knochentrockenen und etwas härteren Zweig des Genres verschrieben und gelten seit langer Zeit als Institution in diesem Gebiet.

erhältlich bei: Amazon

Daten:

Genre: Rockabilly
Mitglieder der Band:
Michael - Vocals, Lead Guitar
Tom - Rhythm Guitar
Watson - Double Bass
Stoffal - Snare Drum
Heimatstadt: Wien/ Österreich
Plattenfirma: Rhythm Bomb Records
Weitere Infos:
www.slapbacks.net
https://www.facebook.com/slapbacks
Buchungsassistent: theslapbacks(at)gmx.at

Weitere Informationen:

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Interview:

Schon seit 1995 ist das österreichische Quartett »The Slapbacks« aktiv und hat seitdem unter Anderem fünf Alben veröffentlicht. Mit zwei Gitarren, Kontrabass und Schlagzeug haben sie sich dem puren, knochentrockenen und etwas härteren Zweig des Genres verschrieben und gelten seit langer Zeit als Institution in diesem Gebiet. Mit ihren neuen Album »Rust‘n‘Dust« zeigt die Band ein weiteres mal die Energie, die in zwei simpel, aber punktgenau agierenden Gitarren in Kombination mit einer präzisen Rhythmusgruppe steckt. Die 14 Eigenkompositionen strotzen geradezu vor subtiler Coolness, Sänger und Leadgitarrist Michael Nehyba verziert mit seinem markanten Organ ein Gesamtbild, das den Geruch von Pomade, Motoröl und Bier verströmt und durch gelegentliche Abzweigungen Richtung Country ('Highway Man Blues') souverän aufgelockert wird. Im bandeigenen Deelay Records-Studio auf Analogband aufgenommen, ist »Rust‘n‘Dust« die lang erwartete Rückkehr einer Band, die nicht umsonst im zeitgenössischen Rockabilly ganz vorne steht.

rockin and rollin: Wer sind die »The Slapbacks« und wie ist euer musikalischer Hintergrund?

The Slapbacks: Wir sind eine 4-Mann Band aus Wien und spielen ziemlich authentischen Rockabilly. Abseits der gängigen Vorbilder aus den 1950er Jahren (Gene Vincent, Johnny Burnette, Elvis Presley, Carl Perkins,…), mögen wir zB The Go Getters, Darrel Higham, Paul Ansell und Go Cat Go. Das besondere an unserer Besetzung ist, dass wir nur eine Snare Drum und kein komplettes Schlagzeug haben. Früher hatten wir jahrelang eine umgebaute Cajon als Schlagzeug-Ersatz und da dachten wir, dass eine Snare als kleine Aufwertung auch reicht. Außerdem meinen wir, dass sich der Frequenzbereich einer akustischen Gitarre nicht mit dem der Schlagzeug-Becken verträgt, also weg damit. Wir lieben es halt simpel!

rockin and rollin: Eure aktuelle Bandbesetzung ist noch nicht so lange zusammen, wie habt ihr euch getroffen und wie harmoniert ihr zusammen?

The Slapbacks: Auch wenn die aktuelle Besetzung erst seit gut einem Jahr zusammen ist, kennen wir uns alle schon viel länger. Horstl (Kontrabass), Stofferl (Snare Drum) und Michael (Lead Guitar und Gesang) sind sich schon Mitte der 1990er bei diversen Konzerten über den Weg gelaufen. Michael hat die Band ja 1995 gegründet und Horstl wurde dann Anfang der 2000er Jahre „kalt“ akquiriert, Stofferl kam dann gut 10 Jahre später dazu und Tom (Rhythm Guitar) ist unser „jüngstes“ Mitglied. Trotz einiger Personalwechsel über die Jahre sind wir eine sehr beständige Band, was Professionalität, Repertoire und Trinkfestigkeit angeht. Wir sind eine eingeschworene Männergemeinschaft mit ähnlichen Vorlieben und Hobbys und viel mehr als eine Band – wir sind Freunde und können uns aufeinander verlassen.

rockin and rollin: Ihr habt eine ganz schön starke Setliste mit vielen Originalen zusammengestellt. Wieso ist es so wichtig für euch eure eigenen Songs zu haben und wie entstehen eure Songs?

The Slapbacks: Zum einen ist es für uns wichtig Abwechslung auf der Bühne (und auf der CD) zu haben und zum anderen schafft man mit eigenen Songs eine Band-Identität. Nichts ist langweiliger als immer die gleichen Lieder zu covern, die wir uns noch dazu alle zu Hause auf unseren Lieblingsplatten anhören können und außerdem kann man die Originale aus den 1950ern sowieso nicht toppen. Zur Entstehung der eigenen Songs: Michael schreibt alle Lieder der Band und hat meistens schon eine grobe Vorstellung vom neuen Stück. Er kommt dann mit diesem Gerüst des neuen Liedes in den Proberaum und dann bekommt es von allen gemeinsam den Feinschliff verpasst.

rockin and rollin: Wie seit ihr persönlich zum Rock‘n‘Roll gekommen?

The Slapbacks: Männer – 4 unterschiedliche Geschichten. Die Palette reicht von den Elvis-Platten des älteren Bruders/der Plattensammlung des Vaters über denkwürdige Zusammenkünfte in einem Wiener Rock ‘n‘ Roll-Klub bis zur simplen Veränderung des Musikgeschmacks über die Jahre. Die Details würden den Rahmen dieses Interviews sprengen.

rockin and rollin: Studio und Livetour, beides wichtige Elemente des Bandlebens? Was liegt euch mehr, wo ist mehr Spaß und wo mehr Arbeit? Oder hat beides seine guten wie auch nicht ganz so guten Seiten?

The Slapbacks: Das eine geht ohne den anderen nicht und wir mögen beides sehr. Zum einen tüfteln wir gerne in unserem Studio am Sound, an den Songs und der Aufnahmetechnik, zum anderen lieben wir es live zu spielen und brauchen die Nähe zum Publikum. Für uns die perfekte Ergänzung und natürlich hat beides Vor- und Nachteile. Man kann im Studio schon mal am Verzweifeln sein, weil irgendwas nicht funktioniert und die Tücken einer Tour reichen vom Defekt des Transportmittels, über endloses Kilometerabspulen und Warten auf den Auftritt bis zu den obligatorischen Kopfschmerzen am Tag nach der Show.

rockin and rollin: Euer aktuelles Album »Rust‘n‘Dust« ist frisch erschienen, was macht es besonders?

The Slapbacks: Wie schon erwähnt ist uns Abwechslung ganz wichtig. Deswegen haben wir versucht ein abwechslungsreiches Album zusammenzustellen, das beim Anhören nicht langweilig wird. Es finden sich Rockabilly Ballads und Road-Songs genauso wie authentischer Rockabilly ala Johnny Burnette oder Blues Bopper darauf. Wir hoffen es gefällt den Leuten genauso gut wie uns.

rockin and rollin: Was habt ihr für die Zukunft geplant? Wie sind eure Tourpläne für 2017?

The Slapbacks: Auf jeden Fall wollen wir mit der Veröffentlichung des nächsten Albums nicht so lange warten. Wir hoffen, dass wir Anfang 2018 die nächste Scheibe herausbringen können. Dazwischen wird natürlich ordentlich getourt, hauptsächlich in Deutschland und der Schweiz oder dem einen oder anderen exotischen Ort. Wir sehen uns also „on the road“. Danke fürs Interview, Chris!

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